Das Projektteam steht weiterhin vor grossen Aufgaben.

Jugendliche fragen oft verzweifelt an, ob sie Hilfe erhalten könnten. Ihre Mutlosigkeit ist spür- und hörbar. Sie haben vor zwei bis drei Jahren die Oberstufe verlassen, einiges versucht und keine Stelle gefunden oder eine Ausbildung begonnen und abgebrochen oder eine Arbeitsstelle gekündigt. Ihre Eltern schliessen bestimmte Berufe aus oder verfolgen zu hohe Ziele. Die familiäre Umgebung und fremde Kulturen stellen Forderungen, die oft an der Realität vorbei zielen. Die vernachlässigte deutsche Sprache wird zu einem Hemmschuh sowohl für Schweizer als auch für Ausländer. Junge Frauen bekunden Mühe ihrem Leistungsniveau entsprechende „Frauenberufe“ zu finden. Schulische und berufliche Anforderungen werden durch Vorschriften der Berufsverbände oft stark angehoben. Die höheren Messlatten sind dann von Leistungsschwächeren nur noch mit zusätzlicher Hilfe zu überspringen.

Um Jugendliche in solchen Situationen zu unterstützen, startete «Die Chance» im Jahr 2000 mit einem Pilotprojekt. Nach dem erfolgreichen Start wurde das Projekt bereits ab dem Jahr 2001 mit einem kleinen Team sukzessive auf den heutigen Stand ausgebaut. Veränderungen im Umfeld beeinflussen die Arbeitsweise und bedingen immer wieder entsprechende Anpassungen.

Das Projektteam muss sich im grossen Tätigkeitsgebiet auf das Notwendige und Mögliche beschränken und dabei die individuellen Voraussetzungen der Jugendlichen sowie die Möglichkeiten der mitwirkenden Unternehmen berücksichtigen. Die Devise lautet daher: klare Grundlagen erarbeiten – erreichbare Ziele vereinbaren – kleine Schritte machen – getroffene Vereinbarungen mit konsequenten Kontrollen durchsetzen – mit allen Beteiligten persönlichen Kontakt pflegen.

Die anspruchsvolle Tätigkeit setzt breite Kenntnisse, psychologisch geschicktes Verhalten, Freude am Umgang mit Jugendlichen und persönliches Engagement voraus. Sie fordert von den Mitarbeitenden Flexibilität, die Bereitschaft die Arbeitszeit den dringenden Aufgaben anzupassen und die Kraft schwierige Situationen und Rückschläge persönlich zu verarbeiten.

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