IDEE, UMSETZUNG UND WIRKUNG
DER STIFTUNG ‹DIE CHANCE› VON KURT BODENMANN

KURT BODENMANN

Wirkte vom Herbst 1999 bis Sommer 2008 im Mandatsverhältnis als Geschäftsführer der Stiftung. Vorher leitete er bis zu seiner Pensionierung im Herbst 2000 während 21 Jahren das Amt für Berufsbildung des Kantons St.Gallen.

DIE WIRKUNG

Der Stiftungsrat hat dem Projektteam zwei Ziele vorgegeben: Mindestens 80% der betreuten Jugendlichen müssen ihre Ausbildung erfolgreich abschliessen und mindestens 90% der erfolgreichen Jugendlichen müssen eine der Ausbildung entsprechende Arbeitsstelle finden. Dem Betreuungsteam ist es jedes Jahr gelungen, beide Ziele zu übertreffen: Im Sommer 2009 werden bereits über 530 Jugendliche ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben; das sind 87% der betreuten Jugendlichen; davon haben 98% d.h. 520 Jugendliche umgehend eine ihrer Ausbildung entsprechende Arbeitsstelle gefunden. Die anspruchsvollen Zielvorgaben werden erreicht.

Die Vermittlung und Betreuung eines Jugendlichen dauern durchschnittlich drei Jahre. Für die Projektarbeit wurden bisher rund 4'735'000 Franken aufgewendet. Ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss (durchschnittliche Ausbildungsdauer drei Jahre) kostet zur Zeit pro Jugendlichen zirka 7'500 Franken. Dieser Betrag ist bescheiden, wenn berücksichtigt wird, dass eine gefährdete jugendliche Person den Einstieg in den Arbeitsmarkt erfolgreich geschafft und sich damit gute Voraussetzungen für die Integration in die Gesellschaft erworben hat.

Die Tätigkeit der Stiftung verursacht auch indirekte Wirkungen:

Das grosse Engagement des Stiftungsgründers Dr. Markus Rauh und die erfolgreiche Tätigkeit des Projektteams, unter Leitung von Helmut Gehrer, beeindrucken und überzeugen Unternehmer, Geschäftsführende und Ausbildungsverantwortliche aber auch Privatpersonen und Institutionen sowie politische Organe und Behörden. Deshalb ist die Bereitschaft gestiegen, einerseits auch gefährdeten Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten und andererseits die Tätigkeit der Stiftung finanziell zu unterstützen.

Der Leistungsausweis der Stiftung wurde bald über das Tätigkeitsgebiet hinaus bekannt. In vielen Regionen der Schweiz übernahmen andere Organisationen ähnliche Aufgaben oder Teile davon. Diese zusätzliche Unterstützung für die Jugendlichen ist zu begrüssen. Sie erschwert jedoch die Übersicht über das Angebot, bedingt eine intensivere Absprache unter den Akteuren und verlangt Anpassungen in der Arbeitsweise.

Die Jugendlichen wollen auch in Zukunft die ihnen aufgezeigten und gebotenen Chancen wahrnehmen und erfolgreich nutzen! Die Stiftung ist gerüstet und bereit, sich weiteren Veränderungen zu stellen!